Immaterielles kulturerbe

Zum immateriellen Kulturerbe zählen laut dem Übereinkommen "Bräuche, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten – sowie die dazu gehörigen Instrumente, Objekte, Artefakte und kulturellen Räume – (...), die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen".

Dieses immaterielle Kulturerbe, das von einer Generation an die nächste weitergegeben wird, wird von den Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, in ihrer Interaktion mit der Natur und mit ihrer Geschichte fortwährend neu gestaltet und vermittelt ihnen ein Gefühl von Identität und Kontinuität, wodurch die Achtung vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativität gefördert wird. 

 

 

Das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes 17 aprile 2003

 

 

Das theater in Uta

Die Geschichte dieses Theaters basiert hauptsächlich auf den Werken von Raimondo Fresia, der zwischen 1926 und 1960 Pfarrer in Uta war.

Franco Carlini hat in seinem Band “Il Teatro” über Fresia eine Biographie geschrieben und seine Stücke analysiert. Auf dieses Buch wird verwiesen, für jene, die sich gerne genauer informieren möchten.

Fünfzehn komplette Werke und einige kaum begonnene Entwürfe seiner Arbeiten sind uns heute bekannt. Denn nach seinem Tod wurde seine Bibliothek unter Verwandten aufgeteilt und so ist es wahrscheinlich, dass weitere Werke verloren gingen, sowie auch einige Texte seiner Predigen, für die er oft zu den “festas mannas“ in die Nachbarsdörfer eingeladen wurde.

 

Fresia hat bei jenen, die er kannte, auch außerhalb unseres Dorfes, erfreuliche Erinnerungen hinterlassen, sei es als Dramatiker oder als Pfarrer.

Die Organisation der Laienbühne half ihm dabei, seine Leidenschaft für das Theater zu verwirklichen und gleichzeitig seine kirchliche Pflicht zu erfüllen. Gleichzeitig vermochte er es auch, die Kinder und Jugendlichen der Pfarre mit seinem Witz zu unterhalten.

 

Die Stücke wurden unter seiner Leitung auf einer Bühne in der alten Lagerhalle des Monte Granaticos aufgeführt (dort wo sich jetzt die Banco di Sardegna befindet). Seitlich der Vorbühne malte er einen Harlekin und einen Narren, beide etwa zwei Meter hoch, unter die er schrieb: “Risum teneais, amici e castigat ridendo mores“.

Die Komödien von Don Fresia wurden in zahlreichen Einrichtungen von Campidano gespielt, auch in Cagliari. Bei verschiedenen Laienbühnen war das Interesse an seinen Stücken stets groß.

Antonio Usai, dem damaligen Pfarrer von Senorbì, ist es zu verdanken, dass Fresias Komödien um 1960 abgetippt wurden und somit nicht alles Material verloren ging.

 

Folgende verfügbaren Stücke sind auch im Buch von Carlini verzeichnet:

 

1.      In domu de su brabieri;

2.      Su flebòtumu;

3.       Ita susuncu;

4.       Ziu Perdu in Casteddu;

5.       Su sabateri- ossiat pour ma onorau;

6.       Su ssozzu e su marchesu;

7.       Su D.D.T.;

8.       Sa coo’e su burricu;

9.       Mah!...Passienzia…!

10.    A sa subasta;

11.    Sa guardia municipali;

12.    Un servo originale;

13.    Mi ollu fai santu;

14.    Cuncu Allicu fait testamentu;

 

15.    Fillu miu sorddau;

 

 

Von anderen wurden nur Fragmente gefunden.