Landschaftserbe

„Landschaft“ ist ein vom Menschen als solches wahrgenommenes Gebiet, dessen Charakter das Ergebnis des Wirkens und Zusammenwirkens natürlicher und/oder anthropogener Faktoren ist.

 

 Europäisches Landschaftsübereinkommen

Das Uta-Gebiet wie wir es heute kennen ist also das Produkt unserer Wahrnehmung der Umgebung sowie ein Zeugnis unserer Kultur und Geschichte. So ist beispielsweise das WWF-Reservat des Monte Arcosu nicht nur die „umfangreichste Fläche an mediterranem Buschwald im ganzen Mittelmeerraum“, sondern es erzählt uns auch unsere Geschichte. Das Reservat ist der Initiative einfacher Bürger zu verdanken, die intuitiv spürten, dass die Oase des Monte Arcosu ein schützenswertes Gut ist. Somit ist das Reservat auch mit der Geschichte jener Menschen verbunden, die sich direkt für den Schutz dieses öffentlichen Gutes einsetzten. Aber das Gebiet endet nicht beim Monte Arcosu und man kann dank der grünen Weide-Hügel, die hie und da von dichten Eukalyptuswäldern und mediterranem Buschwald durchzogen sind und auf denen unterschiedlich dimensionierte Agrarbetriebe stehen, die Geschichte des hiesigen Weide- und Ackerbaus sowie die Auffassung der Einheimischen davon kennenlernen. Die große “Azienda dei Minola“ verrät uns beispielsweise vieles über die lange Sozialgeschichte von Uta, während einige der anderen Landgüter, die zur Viehzucht bestimmt waren, von der Migration der Barbaricini (Völkerschaft im Inneren Sardiniens) Richtung Campidano zeugen.


Die WWF-Oase des Monte Arcosu

Die Oase erstreckt sich über 3.600 Hektar im Inneren dieses Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung der Gemeinden Assemini und Siliqua, etwa 20km von Cagliari entfernt. Die Oase ist zugleich die größte Fläche an mediterranem Buschwald im ganzen Mittelmeerraum.

Auf verschiedenen Pfaden kann man dort die letzten Exemplare sardischer Hirschen bestaunen.

Das Reservat ist ganzjährig am Wochenende geöffnet (im Herbst, Winter und Frühling von 9 bis 18 Uhr, im Sommer zwischen 8 und 19 Uhr; im August nur mit Voranmeldung). Am 25. Dezember und am Neujahrstag bleibt es geschlossen. Gruppen und Schülergruppen nur mit Voranmeldung.

Nach Voranmeldung können die Pfade auch mit einer Führung besucht werden. Mehr Informationen finden Sie auf der Website www.oasiwwfmontearcosu.it 


Park S’Olivariu

Der städtische Park namens S’Olivariu, Kern des sozialen Lebens und administratives Zentrum von Uta, ist in Wirklichkeit das, was von einem jahrhundertealten Olivenhain übriggeblieben ist. Er gehörte der noblen Familie der Grafen von Serra, deren bekanntestes Mitglied Francesco Maria Serra während des Sardischen Reiches 1848 Politiker und Minister war. Die Anlage, die in der erste Hälfe des 19. Jahrhunderts entstand, zählte ungefähr 1500 Olivenbäume. Bis Ende der 70er-Jahre war jene Gegend, in der sich der Olivenhain befunden hatte, noch von Gärten und Grünflächen geprägt.

Auch wenn die Verbindung zum Agrarland nun auch in den Köpfen der älteren Generationen bereits verloren ging, ist für alle Einwohner Utas klar, dass mit S’Olivariu („der Olivenhain“) der Park gemeint ist. Das ganze Jahr über ist der Ort stark frequentiert, auch von Kindern und Jugendlichen, und besonders dann, wenn spezielle Ereignisse gefeiert werden. Seit vielen Jahren werden jetzt die Oliven des Olivenhains von Freiwilligen der Vereinigung S’Intzidu geerntet, um Öl zu produzieren, das vor allem beim der alljährlichen „Sagra della Bruschetta“ verwendet wird. Zu diesem Anlass wird leckeres, in das Öl eingetunkte Brot gratis an Passanten verteilt. Im Winter hingegen findet im Park das bekannte Birr’Ajò Street Beer Festival statt, das von der Consulta dei giovani di Uta organisiert wird. (Für mehr Informationen empfehlen wir, die Website www.birrajo.com  aufzurufen.)

Für mehr Informationen über die Sardisch Landschaft empfehlen wir, die Website www.sardegnanatura.com aufzurufen